Cannabis Social Clubs

Ein Cannabis Social Club ist ein im Jahr 2005 von der paneuropäischen Organisation ENCOD (European Coalition for Just and Effective Drug Policies) vorgeschlagenes Modellprojekt, um eine legale Anbau- und Vertriebsmöglichkeit von Cannabis als Rauschmittel an volljährige Personen zu ermöglichen. Ein Cannabis Social Club ist ein nichtkommerzieller Verein, welcher den professionellen, kollektiven Anbau einer limitierten Menge von Cannabis organisiert, um die persönlichen Bedürfnisse der volljährigen Clubmitglieder zu decken.

Ein Cannabis Social Club arbeitet nach folgenden Regeln:
- Anbau, Transport, Verteilung und Konsum unterliegen Sicherheitschecks und Qualitätskontrollen.
- Werbung wie Ladenschild oder Schaufenster sind nicht erlaubt.
- Die Mitglieder sichern die Finanzen des Systems durch Mitgliederbeiträge entsprechend ihren
  Bedürfnissen.
- Cannabishandel darf es nicht geben. Die Mitglieder müssen sich dazu verpflichten, kein Cannabis zu
  verkaufen und nicht Dritte, vor allem Minderjährige, zum Konsum zu ermuntern.  [Wikipedia]

Zudem kann in Cannabis Socialclubs Beratung, medizinische Betreuung und soziologische Beobachtung angeboten werden, um Schäden vorzubeugen und im Bedarfsfall vom Konsum abzuraten oder eine Therapiemassnahme anzubieten.

Der Cannabis Socialclub Hannover ist ein nach deutschem Vereinsrecht gegründeter Zusammenschluss von erwachsenen und konsummündigen Bürgern mit dem Ziel, die Erlaubnis zu erlangen, die Eigenversorgung seiner Mitglieder mit sauberem Cannabis zum Selbstkostenpreis unter den gegebenen Auflagen zu organisieren.

Das Modell eines Cannabis Socialclubs in Hannover für die regulierte Abgabe von Cannabis ist ein Vorschlag und ein Angebot zur Verbesserung der Situation in einem überschaubaren Rahmen. Unser Modell ist einfach zu verstehen und umzusetzen, verantwortungsvoll und nicht gewinnorientiert. In der Umsetzung schlagen wir einen ungenutzten Bunker für den Anbau und eine ehemalige Bankfiliale als Niederlassung vor. In beiden können die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet werden, beide sind diskret und gut zu schützen. Der Club übernähme die Organisation, stellte qualifiziertes Fachpersonal ein, Sicherheitsdienste übernähmen den Objektschutz und den Transport, Gewerbeaufsicht und Zoll kontrollierten die Qualität und die Einhaltung der Regeln. Die Genehmigung kann vom BfArM erteilt werden, das dem Bundesgesundheitsministerium untersteht. Der Modellversuch könnte mit 250 bis 500 handverlesenen Konsumenten starten, was genügen würde um die Kosten für den Einzelnen in der Form darstellbar zu gestalten, dass jeder ca. 50 bis 100 Euro pro Monat für maximal 5 Gramm pro Tag und 30 Gramm pro Monat ausgeben kann. Wenn nur die Cannabis-Kunden der Faustwiese in Linden für das Modellprojekt gewonnen würden, wäre diese Problemzone schon vom Schwarzmarkt befreit. Und das ist etwas, was der Repression seit vielen Jahren nicht gelingt.

Bis dahin betreiben wir Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit über soziale Netzwerke und mit Demos, Aktionen und Veranstaltungen, vernetzen uns national und international und tragen damit Erkenntnisse und Erfahrungen sowohl aus dem liberalen als auch aus dem restriktiven Umgang mit Cannabis zusammen und geben diese weiter.

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